Projekt

In Träumen wird das Außergewöhnliche nicht hinterfragt. Somit ähnelt der Traum der Sphäre des Unbewussten, der Künstler:innen sich überantworten, während in ihnen eine kreative Idee heranreift. 

Das Orlando-Projekt begibt sich auf die Spur des schöpferischen Prozesses. Es erzählt die Geschichte von Virginia Woolfs wichtigstem Werk, in welchem Aspekte von Geschlecht und Identität, aber auch die des Schreibens behandelt werden. Gekreuzt wird dieser lineare Erzählstrang durch revueartige Nummern, die die biografischen Aspekte der Autorin sowie Aspekte des kreativen Vorgangs aufgreifen. Die zentrale Frage die erforscht wird, lautet: Wer schreibt das Gedicht? 

Eine Künstliche Intelligenz nimmt die Worte aus Orlando auf.

Das Orlando-Projekt ist eine diverse Revue, die mit allen Mitteln des Theaters und der bildenden Kunst, spielerisch der Frage nachgeht wie Literatur entsteht. Tanz, Malerei, Musik und Sprache vermischen sich mit dem Instrumentarium der Künstlichen Intelligenz, die mit Weltliteratur gefüttert wird. 

Die Genderfrage wird also um die Identität einer künstlichen Intelligenz erweitert. Das Orlando-Projekt ist ein theatraler Versuchsaufbau mit literarischer, dramatischer, musikalischer, malerischer Laborausstattung. Die KI wird dabei nicht sich selbst überlassen sondern eingebunden als ein weiterer Akteur in diese sinnlich-hybride Revue durch Traum und Zeit.

Wir arbeiten mit der klassischen Übersetzung von Karl Lerbs. Virginia Woolf benutzt im Kontext der Zeit Ironie und an einigen Stellen von Orlando und in ihrer Rundfunkrede Worte, die heute als rassistisch eingeordnet werden.

Andreas Schäfer
– Regisseur –

Andreas Schäfer

Dieses Projekt wird unterstützt von:

Wirtschaftsförderung